KI kann vieles effizienter machen. Aber eines kann sie nicht ersetzen: den persönlichen Austausch zwischen Menschen, die Innenstädte gestalten.

Genau das wurde bei der Tagung des City-Management-Verbandes Ost in Greifswald wieder einmal deutlich. Drei Tage lang ging es um aktuelle Herausforderungen des Arbeitsalltages und neue Perspektiven und vor allem um das, was diese Tagungen so besonders macht: das intensive Vernetzen der Akteurinnen und Akteure. Ob in den Tagungspausen oder beim gemeinsamen Abend gab es den direkten Austausch über die Themen vor Ort und in den eigenen Kommunen.

Die Frühjahrstagung 2026 des City-Management-Verband Ost e.V. in Greifswald stand ganz im Zeichen der Zukunft unserer Innenstädte. Unter dem Titel „Die Innenstadt 2050 unter Einbindung von KI und digitalen Dienstleistungen“ diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Stadtmarketing, Kommunen, Handel, Wissenschaft und Wirtschaftsförderung über aktuelle Entwicklungen und zukünftige Herausforderungen urbaner Räume. Im Mittelpunkt standen dabei die Chancen, die Künstliche Intelligenz, digitale Dienstleistungen und datenbasierte Prozesse für die Analyse und Entwicklung von  Innenstädten bieten können.

Im Verlauf der Tagung wurde deutlich, dass digitale Technologien zunehmend Einfluss auf die Entwicklung von Handel, Mobilität, Standortmanagement und kommunalen Dienstleistungen nehmen. Besonders intensiv wurden die Möglichkeiten diskutiert, mit Hilfe von Datenanalysen und Smart-City-Anwendungen Besucherströme besser zu verstehen, Prozesse effizienter zu gestalten und Innenstädte zielgerichtet weiterzuentwickeln. Gleichzeitig zeigte sich, dass technologische Innovation allein nicht ausreicht: Lebensqualität, Erreichbarkeit, Identität und Aufenthaltsqualität bleiben entscheidende Faktoren für attraktive Stadtzentren.

Die Veranstaltung machte zudem deutlich, wie wichtig der fachliche Austausch zwischen Kommunen, Stadtmarketingorganisationen, Wissenschaft und Praxis ist, um gemeinsame Lösungen für die Innenstadt der Zukunft zu entwickeln. Neben den Vorträgen bot die Tagung zahlreiche Möglichkeiten zum persönlichen Networking und zum Austausch von Erfahrungen und Ideen. Die Hansestadt Greifswald bot bei bestem Wetter dafür einen gelungenen Rahmen und unterstrich zugleich, wie eng Tradition, Stadtidentität und Zukunftsorientierung miteinander verbunden sein können.

Die Frühjahrstagung 2026 hat damit wichtige Impulse für die zukünftige Entwicklung von Innenstädten gesetzt und gezeigt, dass die Transformation urbaner Räume nur gemeinsam, interdisziplinär und mit einem offenen Blick auf neue Technologien gelingen kann.